Druckdatenaufbereitung leicht erklärt

Damit wir die besten Druckergebnisse für Sie erzielen können, ist eine sorgfältige Druckdatenaufbereitung das A und O. Alles was Sie dazu wissen sollten, erklären wir Ihnen hier.

Anschnitt

Bei der Erstellung der Druckvorlage bezeichnet man die Erweiterung der Elemente um mind. 2 mm als Anschnitt bzw. Beschnittzugabe. Der Anschnitt ist notwendig, da es beim Zuschneiden des Druckproduktes auf das gewünschte Endformat zu minimalen Schwankungen, sogenannten Toleranzen, kommen kann. Daher bitten wir Sie, Ihre Druckvorlage mind. 2 mm umlaufend größer anzulegen, so dass beim Zuschneiden keine Informationen verloren gehen. Außerdem sollten Gestaltungselemente, die nicht angeschnitten werden, mind. 3 mm von der Schnittkante entfernt nach innen stehen. Vermeiden Sie auch die Umrandung Ihres Produktes, weder als Darstellung der Schnittkante noch als Gestaltungselement. Wenn Sie Ihr Produkt mit einem Rahmen direkt an der Schnittkante versehen wollen, sollte dieser nach dem Beschnitt eine Mindestbreite von 3 mm aufweisen. Je breiter dieser Rand ist, desto weniger fallen Schneidetoleranzen optisch auf. Folgende Abbildung kann Ihnen dabei als Verständnishilfe dienen.

Anschnitt in InDesign

Wenn Sie Ihre Dateien in InDesign anlegen ist folgendes zu beachten: Zunächst definieren Sie die Seitengröße beim Anlegen Ihres Dokumentes entsprechend des Endformats. Unter „mehr Optionen“ finden Sie die Beschnittzugabe: tragen Sie dort mind. 2 mm ein (im Dokument wird dieser Bereich durch einen roten Rahmen gekennzeichnet). Stellen Sie sicher, dass beim Exportieren Ihrer Datei als PDF unter „Marken und Anschnitt“ die Option „Beschnittzugabe-Einstellung des Dokumentes verwenden“ ausgewählt ist.

Anschnitt in Illustrator

Für Illustrator definieren Sie die Seitengröße entsprechend Ihrem Endformat und layouten alle angeschnittenen Elemente mind. 2 mm über die Seitenlinie. Beim Speichern Ihrer Datei als PDF muss unter „Marken und Anschnitt“ die Beschnittzugabe von mind. 2 mm eingestellt sein.

Anschnitt in Photoshop

In Photoshop legen Sie das Dokument inklusive Beschnitt an, das heißt, dass ihr Dokument umlaufend 2 mm größer sein muss als das gewünschte Endformat. Nachdem Sie das Format angelegt haben, können Sie mit Hilfslinien den Anschnitt abgrenzen. Dazu halten Sie den Mauszeiger auf dem Lineal geklickt und ziehen die Hilfslinie dann mit gedrückter Maustaste ins Dokument. Sollten die Lineale nicht sichtbar sein, können Sie diese mit „cmd + R“ (Mac) oder „Strg + R“ (Windows) aufrufen. Sämtliche randabfallende Elemente wie Hintergrundfarbe, Hintergrundbilder oder Grafiken sollten Sie in den Beschnitt-Bereich legen.

Transparenzen

Transparenzen sind beliebte Gestaltungselemente, jedoch haben sie auch ihre Eigenheiten. Kennt man diese nicht oder geht man falsch damit um, kann es zu Fehlern kommen. Das Problem besteht darin, dass Transparenzen von den meisten Druckersystemen und RIPs nicht unterstützt werden, daher müssen sie vor dem Drucken reduziert werden. Hierbei werden sie mit dem Hintergrund verschmolzen und umgerechnet.In Ihrem Dokument sind Transparenzen vorhanden, wenn Sie z.B.

  • die Deckkraft eines ausgewählten Bereiches auf unter 100% verringert haben
  • eine andere Füllmethode als Normal bei einem oder mehreren sich überlagernden Objekten verwendet haben
  • Schlagschatten und Verläufe verwendet haben
  • Funktion für weiche Kanten eingesetzt haben
  • Mit interaktiven Effekten und Stilen (z. B. Pinsel) gearbeitet haben
  • Objekte mit Transparenzen aus anderen Anwendungen – sogenannte XObjects, (z. B. freigestellte TIF oder Grafiken aus Illustrator mit Transparenzen) – eingebunden haben
  • Rastereffekte in Adobe Illustrator haben

Bei falschen Einstellungen kann es in der gerasterten Datei zu folgenden Problemen kommen:

  • Volltonfarben werden in Prozessfarben konvertiert
  • transparente Objekte haben nach der Rasterung eine zu geringe Auflösung
  • Schriften werden in den ursprünglich transparenten Bereichen pixelig dargestellt
  • an den Rändern der ursprünglich transparenten Bereiche treten Artefakte auf
  • Haarlinien oder Konturen werden zu fett dargestellt
  • Verläufe über Vektorobjekten oder Volltonfarben führen zu unvorhergesehenen Ergebnissen
  • Verläufe aus transparenten Farben werden pixelig

Um einige dieser Probleme zu verhindern,

  • verwenden Sie Transparenzen als Effekt und nicht als Filter
  • legen Sie alle Textobjekte, die nicht mit Transparenzen interagieren, auf die oberste Ebene im Dokument
  • vermeiden Sie Weichzeichnungseffekte bei kleinen Schriften, sie werden dadurch unleserlich
  • Stellen Sie die Transparenzreduzierungsvorgaben in allen Adobe-Programmen aufhohe Auflösung“

Was heißt Transparenzreduzierung?
Alle sich überlagernden transparenten Bereiche werden in einem Stapel zusammengefasst und in vollständig deckende Objekte konvertiert. Der visuelle Effekt der Transparenz wird so simuliert.

Wenn Sie uns PDFs liefern, die Transparenzen enthalten (ab PDF 1.4) wird die Reduzierung erst bei der Belichtung vorgenommen. Auf eventuelle Probleme kann dann kein Einfluss mehr genommen werden!

Wir empfehlen daher die Anlieferung von Daten mit reduzierter Transparenz.

Beim Export in PDF 1.3, PostScript, JPG, DCS und BMP werden Transparenzen reduziert!

Auflösung

Für die Druckausgabe sollte die Auflösung bei Farb- und Graustufenbildern mind. 300 dpi betragen, für Bitmaps oder Strichbilder liegt die optimale Auflösung bei 1200 dpi. Je mehr Pixel pro Inch sich in einem Bild befinden, desto besser ist die Qualität in Bezug auf Schärfe und Detailreichtum. Besitzt Ihre Vorlage nicht die gewünschte Auflösung, können Sie das Bild neu berechnen lassen. Verkleinern oder vergrößern Sie bei konstanter Auflösung ein Rasterbild, so sinkt die Bildqualität. Die Qualität eines Bildes, dass gedruckt werden soll, kann am Monitor nicht beurteilt werden, da der Monitor nicht die Auflösung der Druckmaschine wiedergeben kann. Um die Bildqualität zu erhalten, verzichten Sie bitte beim Speichern auf eine niedrige JPG-Komprimierung. Zum Bearbeiten Ihrer Bilder empfehlen wir Ihnen Adobe Photoshop.

Farben

Bitte erstellen Sie alle Ihre Druckdaten in CMYK. Die Farbwiedergabe Ihres Produktes wird beeinflusst von der zum Drucken verwendeten Druckfarbe, dem Papier und dem Druckverfahren. Auch Lacke und Folienkaschierungen tragen ihren Teil dazu bei, dass sich Farben verändern.Drucken mit Sonderfarben
Prinzipiell gilt, dass Sonderfarben nicht auf überdrucken eingestellt werden sollten. Sonderfarben werden immer ausgespart, es sei denn, man beabsichtigt die Mischung mit der darunterliegenden Farbe. Überprüfen Sie daher die Überdrucken-Einstellungen in Ihrem Layoutprogramm. Sowohl für den Druck mit Metallicfarben wie Gold und Silber als auch für den Druck mit Schwarz möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese nur sauber abgebildet werden, wenn die Farben nicht auf überdrucken stehen. Anderenfalls geht der Metalliceffekt verloren oder schwarze Elemente verlieren an Farbintensität und werden undeutlich und schlecht erkennbar.Vorsicht ist auch bei kleinen Objekten und feinen Schriften geboten. Vermeiden Sie es, sehr kleine schwarze Objekte und Schriften (< 10 Pt.) auf Metallicfarben zu platzieren. Solche Elemente werden bei der Belichtung automatisch auf überdrucken gestellt.Mischung von Prozessfarben (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) und Metallicfarben
Da sowohl Gold und Silber als auch die Prozessfarben lasierend (durchscheinend) sind, kann man durch das Überlagern mehrerer Farben Farbmischungen erzielen. In diesem Fall müssen die sich überlagernden Objekte auf überdrucken gestellt werden. Schwarz und Gold = bräunlicher Farbton, Cyan und Silber = bläulich schimmerndes Silber, Schwarz und Silber = Grau.Metallicfarben mit UV-Lack
Veredelt man eine mit Metallicfarben bedruckte Fläche mit Lack (speziell UV-Lack), so geht der Metalliceffekt verloren. Gold wird zu einem beigen Farbton und Silber zu Grau.Schwarz und Tiefschwarz
Für feine Schrift bis 11 Pt. empfehlen wir nur reines Schwarz mit 100% K zu verwenden. Für richtig sattes Schwarz verwenden Sie bitte 63% Cyan | 52% Magenta | 51% Yellow | 100% Schwarz.

Veredelung

Durch Veredelung können Sie Ihr Druckprodukt sowohl optisch und haptisch aufwerten als auch langlebiger und unempfindlicher machen.Wir bieten Ihnen dafür folgende Druckveredelungen an:

  • partielle oder vollflächige UV-Lackierung
  • Glitzerlack
  • 3D-Lack
  • Matt-, Softtouch- oder Glanzfolienkaschierung
  • Heißfolienprägung in Gold, Silber und Laser
  • Blindprägung
  • Stanzen

Jede zusätzliche Veredelung Ihres Druckproduktes bedarf einer einwandfreien Dateivorbereitung.

Prinzipiell gilt für das Kennzeichnen aller Veredelungen in Ihrer Datei:

  • Legen Sie eine Volltonfarbe mit entsprechender Benennung (siehe Tabelle) an. Dabei ist der optische Eindruck der Farbe in Ihrem Layoutprogramm unwichtig.
  • Der verwendete Farbton muss in 100% angelegt werden.
  • Alle Elemente, die durch eine Veredelung auf das Papier gebracht werden, müssen auf überdrucken stehen.
  • Werden solche Elemente zusätzlich mit Druckfarbe dargestellt, müssen diese Motive dupliziert und passgenau daruntergelegt werden.
  • Die Druck- und Veredelungsdaten müssen in einem Dokument auf einer Ebene liegen.

Die korrekte Benennung Ihrer Veredelung und die Art der Daten entnehmen Sie bitte aus folgender Tabelle:

Veredelungsart  Benennung Art der Daten
partielle oder vollflächige UV-Lackierung lack Vektoren oder Pixel
Glitzerlack glitzer (partiell: darf max. 30% der gesamten Formatfläche einnehmen) Vektoren oder Pixel
3D-Lack 3Dglanz (nur partiell) Vektoren oder Pixel
Blindprägung BlindPraeg Vektoren
Schriften in Pfade konvertieren, alle Elemente nicht kleiner als 0,56 mm (1,5 Pt)
Heißfolienprägung (gold, silber oder laser) HFgold / HFsilber / HFlaser Vektoren,
Schriften in Pfade konvertieren, negativ ausgesparte Elemente mind. 0,56 mm (15 Pt), positive ausgesparte Elemente mind. 0,3 mm (0,8 Pt)
Stanzen stanze (für Stanzen, Anstanzen oder Durchstanzen) Vektoren 0,25 Pt Kontur

Tabelle 1

Photoshop: In der „Kanäle“-Palette einen Volltonfarbkanal mit Namen „lack“ (unbedingt in Kleinbuchstaben!) anlegen, Solidität auf 0% setzen. Als Lackfarbe setzen wir gern 100% Magenta ein (später wird der Lack natürlich farblos, die Farbeinstellung dient nur der besseren optischen Kontrolle). Bitte nur mit 100% Farbdeckung im Kanal arbeiten. Möchten Sie Ihr Bild in Indesign weiter bearbeiten, können Sie das Dokument als .PSD-Datei speichern, ansonsten wählen Sie bitte das .DCS 2.0-Format.

Indesign: Neues Farbfeld erstellen mit Namen „lack“ (unbedingt in Kleinbuchstaben!), als Farbtyp „Vollton“ wählen. Als Lackfarbe setzen wir gern 100% Magenta ein (später wird der Lack natürlich farblos, die Farbeinstellung dient nur der besseren optischen Kontrolle). Über die „Attribute“-Palette „Fläche überdrucken“ für alle mit der Lackierung zu versehenden Grafikelemente einstellen. Die „Überdruckenvorschau“ über das „Ansicht“-Menü ist hierbei hilfreich.

Illustrator: Neues Farbfeld erstellen mit Namen „lack“ (unbedingt in Kleinbuchstaben!), als Farbart „Volltonfarbe“ wählen. Als Lackfarbe setzen wir gern 100% Magenta ein (später wird der Lack natürlich farblos, die Farbeinstellung dient nur der besseren optischen Kontrolle). Über die „Grafikattribute“-Palette „Fläche überdrucken“ für alle mit der Lackierung zu versehenden Grafikelemente einstellen. Die „Überdruckenvorschau“ über das „Ansicht“-Menü ist hierbei hilfreich.

UV-Lackierung, Glitzerlack

Die Papierveredelung mit UV-Lackierung wird durch das Siebdruckverfahren realisiert. Bitte beachten Sie:

  • dort wo gerillt, perforiert, oder gefalzt werden soll, muss der Lack mind. 1,5 mm ausgespart sein, da er sonst bricht oder abblättert
  • UV-Lack ist nicht zum Beschreiben und Bestempeln geeignet ist
  • auf UV-Lack und Glitzerlack kann keine Nummerierung erfolgen
  • legen Sie bitte Überfüllungen von mind. 0,1 mm, besser 0,5 mm an
  • legen Sie bitte Strichstärken von mind. 0,1 mm, besser 0,2 mm an
  • max. Flächendeckung für Glitzerlack von 30 % der Formatfläche (Voder- u. Rückseite ingesamt möglich)

3D-Lack

Beim 3D-Lack wird durch größere Schichtdicke eine Relief-Wirkung erzielt. Für feine und filigrane Formen ist dieses Verfahren eher ungeeignet.
Bitte beachten Sie:

  • der 3D-Lack ist immer transparent, hochglänzend und partiell
  • mindestens 2 mm Abstand zur Schnittkante
  • dort wo gerillt, perforiert, oder gefalzt werden soll muss der 3D-Lack mind. 1,5 mm ausgespart werden, da er sonst bricht oder abblättert
  • 3D-Lack ist nicht zum Beschreiben und Bestempeln geeignet ist
  • auf 3D-Lack kann keine Nummerierung erfolgen
  • Mindestgröße positiv und negativ 0,7 mm (2 Pt), Schriftgröße mind. 20 Pt

Heißfolienprägung

Die Eigenschaften der Heißfolienprägung sind absolute Deckkraft bei hundertprozentiger Farbdichte und seine ebene Oberfläche. So kann man den Unterschied zum Offsetdruck tatsächlich fühlen. Beim Folienprägedruck wird die Folie mit Hilfe einer Prägeform unter Hitze von einer Trägerfolie auf den Bedruckstoff gepresst. Die Heißfolienprägung entfaltet ihre Wirkung am besten bei Metallictönen wie Gold, Silber oder Laser, diese drei sind im Shop direkt auswählbar. In Ihren Daten muss der Stand, die Größe und das Motiv genau definiert sein. Andere Folienfarben können Sie natürlich bei uns individuell anfragen, außerdem in entsprechenden Folienfächern vorher anschauen.

Blindprägung

Nicht immer bedarf es Farbe, um erstaunliche Effekte zu erreichen. Eine große Stärke der Blindprägung ist die haptische Faszination. Wir prägen Ihr Motiv einstufig. Überdies bietet sich eine Kombination von Blind- und Heißfolienprägung an. In Ihren Daten muss der Stand, die Größe und das Motiv genau definiert sein.

Kaschieren mit Matt-, Glanz- oder Softtouchfolie

Unter Kaschieren versteht man das Verbinden mehrerer Lagen gleicher oder verschiedener Materialien. In unserem Fall sind dies Papiere mit Matt-, Glanz- oder Softtouchfolie. Eine Folienkaschierung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo langlebige Printprodukte vor Abnutzung geschützt werden sollen. Die Kaschierung müssen Sie in Ihrer Datei nicht berücksichtigen. Diese Art der Veredelung wählen Sie lediglich bei der Bestellung in unserem Webshop aus.

Stanzen

Ihnen stehen unterschiedliche Stanzformen zur Verfügung. Diese Daten dürfen nicht skaliert werden! Platzieren Sie unsere Datei in Ihrem Layoutprogramm. Die Stanzform muss in Ihrem PDF enthalten sein. Überdies können Sie Ihre eigene Form layouten. Wir fertigen dann aus Ihren Daten eine Stanzform an. Mit diesem Werkzeug können wir Ihr Produkt anstanzen oder durchstanzen. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit innerhalb einer Form Elemente zu nuten oder zu perforieren. Nutlinien kennzeichnen Sie bitte mit einer gestrichelten Linie in der von Ihnen angelegten Volltonfarbe stanzen. Perforationslinien sollten mit einer weiteren Volltonfarbe perforieren definiert werden.

Weiterverarbeitung

In unseren Shop können Sie folgende Weiterverarbeitungsarten für Ihr Produkt wählen: Rillen, Perforieren, Nummerieren, Bohren, Ecken abrunden, Falzen. In Ihrer Datei sollte lediglich die gewünschte Weiterverarbeitung durch eine Linie oder einen Kreis in entsprechender Volltonfarbe definiert sein (siehe Tabelle 2).Falzen

Möchten Sie Ihr Druckprodukt am Ende zusammenfalten, benötigen Sie eine Falzung. Sie brauchen diese Option nur in unserem Shop auswählen und die Falzposition in Ihrem Dokument durch eine Linie kennzeichnen (siehe Tabelle 2). Die korrekte Benennung Ihrer Veredelung entnehmen Sie bitte folgender Tabelle:

Weiterverarbeitung Ausführung Bezeichnung Art der Daten
Rillen rillen Vektoren, 0,25 Pt Kontur
Perforieren 1 bis 4 Linien perforieren Vektoren, 0,25 Pt Kontur
Nummerieren 1 bis 4 Nummern (Nummernfeld: 8mm hoch x 30mm breit, Schriftart: „Schreibmaschine“ Nummernhöhe: ca. 5mm) nummerieren Vektoren oder Pixel
Bohren 3 mm, 4 mm, 5,5 mm, 8 mm bohren Vektoren oder Pixel
Ecken abrunden 1 bis 4 Ecken, Radius 3,5,7,9 mm im Auftrag definieren /
Falzen Wickelfalz, Zickzackfalz, 1-Bruch, 2-Bruch, 3-Bruch, 4-Bruch , offener/geschlossener Altarfalz falzen oder im Auftrag definieren Vektoren

Tabelle 2

 

Veredelungen leicht erklärt

HeißfolienprägungDie Heißfolienprägung ist eine Veredelungstechnik, bei der eine Folie mithilfe eines Prägestempels durch Hitze und Druck auf das zu veredelnde Material übertragen wird. Dabei ist die Bandbreite an Folien schier grenzenlos, so dass unterschiedlichste Effekte in diversen Formen, Schriften, Figuren oder Logos erzielt werden können. Für das Produktionsverfahren kommen Prägestempel aus Messing oder Magnesium als Werkzeug zum Einsatz, die als Hochdruckform vorliegen. Ihr Werkzeug mit Ihrem gewünschten Motiv oder Schriftzug wird nach dem Veredelungsprozess von uns aufbewahrt und kann mehrfach wiederverwendet werden.

Blindprägung

Das Blindprägen ist das älteste Veredelungsverfahren und kommt ohne den Einsatz von Farben, Folien oder anderen Werkstoffen aus. Bei der Blindprägung werden Bild- oder Textelemente mit Hilfe eines eigens erstellten Werkzeugs unter hohem Druck auf den Bedruckstoff gepresst, so dass sich dieser dreidimensional verformt. Das geprägte Element wird durch das Verfahren plastisch hervorgehoben und somit erfühlbar. Der optische und haptische Effekt dieser Veredelung erfolgt allein durch das Licht-und-Schatten-Spiel und die Höhenunterschiede der Prägung und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Die beste Wirkung erzielt man bei freistehenden Layoutbereichen, etwa bei Text oder Logos, die nicht bereits mit Farbe gedruckt wurden. Unsere Blindprägungen werden hochgeprägt ausgeführt, so dass das Motiv erhaben ist. Ihr Werkzeug wird nach dem Veredelungsprozess von uns aufbewahrt und kann mehrfach wiederverwendet werden

Vollflächige Folienkaschierung

Beim Folienkaschieren bzw. Zellophanieren wird eine Folie ganzflächig auf das zu veredelnde Material übertragen, indem sie verklebt (kaschiert) wird. Dieser Vorgang kann ein- oder beidseitig durchgeführt werden. Die Folienkaschierung schützt das Material zum einen vor Schmutz, Feuchtigkeit und Abnutzung und sorgt zum anderen für eine besondere Haptik als auch Optik. Je nach Folie (glänzend, matt, seidig-matt etc.) können hier ganz unterschiedliche optische und haptische Effekte erzielt werden. Typische Anwendungsbeispiele sind Geschäftsberichte, Folder, Plakate, Flyer oder Kataloge.

Mattfolie

Mattfolien verringern die Lichtreflexion auf der Oberfläche durch ihre leicht aufgeraute Struktur und sorgen damit für eine angenehmere Lesbarkeit des Druckbildes. Die Farbwirkung wird gleichzeitig etwas abgeschwächt. Dadurch entsteht der typische edle, matte Oberflächeneindruck. Besonders ist die Veränderung der Haptik – es entsteht eine leicht samtige Oberfläche, besonders beliebt bei Taschenbüchern. Die kratzfeste Mattfolie ist besonders robust und verhindert, wie der Name schon sagt, dass das Produkt zerkratzt wird. Ein weiterer Vorteil der Mattfolie ist die Möglichkeit, diese danach noch lackieren oder sie mit einer Heißfolienprägung kombinieren zu können.

Softtouchfolie

Durch die Kaschierung einer Softtouchfolie (spezielle Mattfolie) erhält die Oberfläche des Druckproduktes eine besonders matte, weich-samtige und sehr angenehme Haptik. Softtouchfolien können anschließend sowohl mit einer Heißfolienprägung als auch mit Lacken weiterverarbeitet werden.

Glanzfolie

Glanzfolien lassen die Farben des Druckproduktes noch intensiver leuchten und glänzen und sorgen zudem für Schutz vor Abnutzung.

Partielle Kaltfolienkaschierung

Der Kaltfolientransfer zählt zu den jüngeren Druckveredelungen und findet mit zwei zusätzlichen Druckwerken in der Offsetdruckmaschine vor dem Auftragen der Farben statt. Im ersten Druckwerk wird ein spezieller Klebstoff auf den Bedruckstoff präzise wie Farbe aufgetragen. Im zweiten Druckwerk wird die Silberfolie genau dort auf dem Papier zum Haften gebracht, wo der Kleber aufgebracht wurde. Nach diesem Vorgang ist in derselben Maschine sofort ein Überdrucken durch Farben möglich. Es ist keine Werkzeugerstellung notwendig. Allerdings sollte das Layout vorab auf seine Tauglichkeit überprüft werden – nicht alle Motive gewinnen durch einen Kaltfolientransfer.

Durch die Übertragung einer silber metallisierten Lackschicht können aufregende Metalliceffekte erzielt werden – vor allem durch nachträgliches überdrucken mit Farbe. Die ursprünglich silberfarbene Kaltfolienschicht kann z. B. durch überdrucken mit einem Gelbton in Gold verwandelt werden. Alle Farben können „metallisiert“ werden, sogar Farbverläufe sind problemlos möglich. Die Folie kann hochpräzise Muster, feine Rasterelemente oder Schrift abbilden. Der feine und präzise metallische Schimmer entfaltet seine besondere Wirkung z. B. bei der Darstellung von Automobil-Lackierungen oder Uhrwerken.

Papierkaschierung

Bei der Papierkaschierung handelt es sich um ein Veredelungsverfahren, bei dem zwei oder mehr Papiere miteinander verklebt werden. Auf diese Weise lassen sich hohe Grammaturen und interessante Effekte, etwa bei der Verwendung von unterschiedlichen Papiersorten oder Papieren in unterschiedlicher Farbe verwirklichen. Die Kaschierung kann zudem mit allen anderen Veredelungen kombiniert werden, wodurch beispielsweise in Kombination mit einer Stanzung tolle Ergebnisse erzielt werden können oder nicht gewünschte Effekten anderer Veredelungen entgegenzuwirken.

Partielle UV-Lackierung

Mit der partiellen UV-Lackierung bzw. Spotlackierung werden ausgewählte Stellen des Druckproduktes mit einem farblosen Hochglanzlack veredelt. Die Kombination aus glänzender Teilfläche mit dem üblicherweise matten Trägermaterial ergibt einen aufregenden Kontrast, der sogar fühlbar ist – die Lackschicht ist bis zu 0,1 mm dick. Besonders effektvoll ist ein Lack auf vorher mattfolienkaschierten Materialien. Überall dort, wo gezielt Highlights gesetzt werden sollen, spielt der preiswerte UV-Lack seine Vorzüge aus. Man kann damit z. B. freigestellten Fotos eine besondere Aufmerksamkeit verleihen oder dem Druckprodukt eine zusätzliche inhaltliche Dimension geben, in dem man den Lack z. B. als Blumenmuster über Textelementen platziert. Im Gegensatz zur Dispersionslackierung, die von uns standardmäßig auf fast allen Drucksachen als Schutzlack aufgetragen wird und kaum sicht- bzw. fühlbar ist, ist für die UV-Lackierung ein zweiter Arbeitsgang notwendig. In Siebdrucktechnik wird der (partielle) Lackfilm auf den Bedruckstoff aufgebracht und mit UV-Licht anschließend bestrahlt. Die im Lack enthaltenen Kunstharzteilchen vernetzen sich dadurch mit dem Material. Nach wenigen Sekunden ist die Lackschicht vollständig ausgehärtet. Im Produktionsprozess muss keine zusätzliche Trocknungszeit beachtet werden.

Farbschnitt

Mit einem Farb- oder Folienschnitt verleihen Sie den Schnittkanten Ihres Druckproduktes durch Farbe einen ganz besonderen Look. Während früher vor allem Bücher in den Genuss einer Veredelung durch Farbschnitt kamen, ist die Technik mittlerweile auch bei Einladungskarten oder Visitenkarten sehr beliebt. Dabei gilt, dass die Dicke des Papiers den Effekt unterstreicht. So leuchten die Kanten von 600g-Papieren besonders intensiv und sind ein echter Eyecatcher. Aber auch auf Papieren mit kleineren Grammaturen kann ein Farbschnitt sehr reizvoll eingesetzt werden. Bei der Farbwahl sind Ihnen obendrein keine Grenzen gesetzt: Ob HKS, Pantone, Tagesleuchtfarben, Metallictöne oder Folie – für jeden Wunsch findet sich die passende Lösung.

Reliefdruck

Beim Reliefdruck, auch Thermografie genannt, wird die Druckfarbe ertastbar gemacht. Ähnlich wie bei einer Blindprägung erzielt man dabei einen haptisch wertvollen Effekt, man kann jedoch deutlich präziser arbeiten. Der Reliefdruck kommt bevorzugt bei Visitenkarten oder hochwertigen Einladungen und Verpackungen zum Einsatz. Hier gilt: Filigrane Motive profitieren besonders. Es gibt jedoch Grenzen. Zu fein darf das Motiv nicht werden. Schriftgrößen unter 8 Pt. werden unleserlich. Der Reliefdruck entsteht, indem unmittelbar nach dem Druckvorgang auf die noch feuchte Oberfläche ein Kunststoffgranulat aufgetragen wird. Das Granulat haftet ausschließlich auf der Farbe und verschmilzt mit ihr unter Hitzeeinfluss zu einer transparenten Beschichtung. Es entsteht eine glänzende Oberfläche, die sich vom Bedruckstoff abhebt und ein fühlbares Relief bildet. Jeder gewünschte Pantone- oder HKS-Ton kann verwendet werden. Es ist keine Werkzeugerstellung notwendig. 

Laserstanzung

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Stanzung können mit Hilfe einer Laserstanzung besonders feine Konturen, filigrane Motive wie Federstriche oder dünne Verästelungen aus Papier, Karton oder anderen Materialien ausgelasert werden. Dazu werden die Drucksachen Bogen für Bogen einzeln mit einem Laser bearbeitet. Der Laserstrahl wird ähnlich einem Plotter entlang einer Kontur geführt. Bei der Bearbeitung entstehen im Papier Temperaturen von ca. 1600°C. So wird ein präzises und konturgenaues Ausbrennen des Motives realisiert, allerdings können hierbei Schmauchspuren den optischen Eindruck beeinträchtigen – wichtig ist daher die Auswahl des geeigneten Materials. Bei der Lasergravur fallen keine Werkzeugkosten an. Je nach Komplexität des Motivs kann der Zeitaufwand aber recht hoch werden. Die Geschwindigkeit des Lasers wird dabei auch von der Dicke des Materials beeinflusst – je größer die Gesamtlänge der Schnittlinien und je dicker das Papier ist, desto länger dauert die Verarbeitung.

Lasergravur

Die Lasergravur ermöglicht außergewöhnliche visuelle und ertastbare Effekte. Man kann dreidimensionale Strukturen im Papier mit einem faszinierenden Detailgrad abbilden. Die Lasergravur wird wegen ihrer hohen Kosten sparsam eingesetzt. Von dieser ungewöhnlichen Technik profitieren insbesondere edle Visitenkarten, Einladungen oder Menükarten. Die Oberfläche des Papieres oder Kartons wird mit einem Laserstrahl an vorher definierten Stellen abgetragen. Die Eindringtiefe des Lasers in das Papier kann dabei beliebig festgelegt werden. Die Rückseite bleibt unbeeinflusst, da das Papier nicht vollständig durchdrungen wird. Auf sehr hellem Papier erscheint eingelasertes Motiv bräunlicher, auf dunkleren Papieren heller. Ähnlich wie bei der Laserstanzung können Schmauchspuren den optischen Eindruck beeinträchtigen – wichtig ist daher die Auswahl des geeigneten Materials. Je nach Komplexität des Motivs kann der Zeitaufwand recht hoch werden. Die Geschwindigkeit des Lasers wird dabei von der Dicke des Materials beeinflusst – je größer die Gravurfläche, desto länger dauert der Vorgang.

Weiterverarbeitung leicht erklärt

Stanzung

Durch eine Stanzung wird eine gewünschte Form aus dem Druckprodukt herausgetrennt. Dieser Vorgang wird in der Regel im Anschluss an den Druckvorgang durchgeführt. Mit Hilfe einer Stanzung lassen sich ausgefallene Effekte erzielen, zum Beispiel bei Broschüren, bei der durch das Aussparen eines Fensters auf der Frontseite ein Ausschnitt der nachfolgenden Druckseite freigelegt wird. Das Stanzen erfolgt mit einem Werkzeug, wobei Sie bei uns die Möglichkeit haben, zwischen vorhandenen Formen (Downloads) oder Ihrer eigens angelegten Form zu wählen.

Perforation

Eine Perforation ist immer dann notwendig, wenn etwas abgerissen oder auch aus einer Vorlage herausgedrückt werden soll. Klassisches Beispiel sind Konzerttickets oder andere Eintrittskarten. Die Perforation wird mit Hilfe einer Perforiermaschine erstellt, indem vereinfacht ausgedrückt eine Linie bzw. eine Naht erzeugt wird, die das Papier an dieser Stelle brüchig macht. So lassen sich später die gewünschten Bereiche leicht und sauber abtrennen.